Projektverlauf

Projektverlauf

Das Ergebnis eines Projekte ist für jeden zu sehen. Aber welche Schritte sind eigentlich notwendig, um dorthin zu kommen? Was genau machen eigentlich Grafiker und Programmierer? Wir möchten im Folgenden aufzeigen, was alles nötig ist, um ein Projekt erfolgreich abzuschließen und welche Sachen sowohl für den Auftraggeber wie auch für uns wichtig sind.

Am Anfang eines jeden Projektes steht das Briefing durch den Auftraggeber. Hier werden die grundsätzlichen Ziele, Wünsche und Anforderungen an das Projekt besprochen. Je genauer das Briefing ist, umso besser kann man das Projekt planen.

Projekte teilen sich in mehrere Phasen auf, am Anfang steht meist das Konzept. Hier werden die Punkte aus dem Briefing priorisiert und verdichtet, und es werden Arbeitspakete formuliert. Die folgenden Phasen sind abhängig vom jeweiligen Projekt. Ein Print-Produkt hat andere Phasen als eine Webseite und je nach Umfang müssen bestimmte Phasen eventuell noch einmal unterteilt werden. Diese Phasen und Arbeitsschritte bauen auf einander auf und es werden jeweils die Ergebnisse übertragen und angewendet.

Ein Projekt verläuft jedoch nicht nur linear, sondern zu jeder Zeit muss geprüft werden, ob noch die ursprünglichen Ziele berücksichtigt werden. Hierbei kann es durchaus vorkommen, dass man "beim Machen" merkt, dass ein Punkt einer vorherigen Phase noch einmal überdacht werden muss. Es können sich auch während des Projektverlaufes die ursprünglichen Ziele und Prioritäten noch einmal ändern, was sich dann auf die restlichen Phasen auswirkt. Man darf sich hiervon nicht entmutigen lassen - es ist kein Zeichen von "Scheitern". Im Gegenteil, durch diese(s) Schleifen wird das Projekt konkreter und das Ergebnis genauer.

Am Ende des Projektes steht dann beispielsweise eine Broschüre oder eine Webseite.

Im folgenden sehen Sie eine Übersicht über typische Phasen eines Print- bzw. eines Web-Projektes. Schon bei diesen Standardbeispielen fällt auf, dass sich ein Projekt in viele kleine Arbeitsschritte aufteilt. Eine enge Absprache mit dem Auftraggeber ist daher enorm wichtig.

Phasen und Arbeitsschritte Print

  • Analyse, Bestandsaufnahme, Recherche, Vergleiche
  • Image, Firmenphilosophie, Selbstverständis
  • Kerngeschäft, Produkte des Unternehmens
  • Besonderheiten, Engagement außerhalb des Kerngeschäfts
  • Zielgruppe(n) ermitteln (B2B, B2C)
  • Information vs. Unterhaltung
  • geeignetes Medium finden
  • Informationen über das Unternehmen (Image- oder Firmenbroschhüre)
  • allgemeine Informationen zu einem Thema (Sachinfo, Buch, Zeitschrift etc.)
  • aktuelle Informationen (Newsletter, Messeinformation etc.)
  • Produkt- bzw. Dienstleistungs-Informationen (z. B. Katalog, Broschüre)
  • Format, Umfang, Auflage klären
  • bestehendes Corporate Design beachten bzw. erstellen/erweitern
  • Firmenlogo, Hausfarben, Schriften
  • erwünschte Wirkung definieren: dynamisch/statisch, modern/klassisch, spaßig/solide, romantisch/sachlich, laut/leise, warm/kalt, jung/alt, vielfältig/einfach, natürlich/ technisch, preisgünstig/hochwertig
  • Ästhetik der Bilder, Bildwelt
  • besteht ein Bildarchiv oder ist ein Foto-Shooting sinnvoll?
  • Illustrationen, Icons, Grafiken erstellen
  • Farben für Themenfelder, Rubriken definieren
  • Inhalte zusammentragen
  • Liegen alle Dateien (Bilder, Logos) in Druckqualität vor (300 dpi im Endformat)?
  • Inhalte priorisieren und auf Seiten verteilen
  • Textumfang/Zeichenzahl beachten
  • Infografiken, Tabellen etc. aufbereiten bzw. erstellen
  • Fehlerkorrektur, Lektorat
  • Detail-Typographie (Spationierung, Laufweite, Zeilenabstand, Umbüche)
  • Fotos für CMYK und 300 dpi aufbereiten (Auflösung kann je nach Medium variieren)
  • Fotos evtl. retuschieren, nachbearbeiten
  • evtl. Beschnittzugabe anlegen (Absprache mit Druckerei)
  • Papiersorte (gestrichen/ungestrichen) und Papierstärke (Grammatur) festlegen
  • evtl. Veredelung und Besonderheiten klären (Prägung, Lack)
  • Dateiübergabe mit Druckerei klären
  • finale Freigabe durch Kunden
  • Druckdaten an Druckerei senden
  • Drucken
  • Weiterverarbeiten (z.B. Falzen, Binden)
  • Auslieferung an Kunden

Phasen und Arbeitsschritte Web

  • Analyse, Bestandsaufnahme, Recherche, Vergleiche
  • Inhalte klären, priorisieren
  • Rollen klären (Redakteure, Frontend- Nutzer etc.)
  • Definition von Zielgruppe(n)
  • Aufbau der Struktur, Navigation (Sitemap)
  • Benutzerführung (aus Sicht des Benutzers)
  • Funktionen klären (sinnvoll, notwendig, Spielerei?)
  • Klärung technischer Anforderungen
  • Welche Endgeräte werden benutzt?
  • Welche Besonderheiten müssen berücksichtigt werden?
  • Welcher Provider wird genutzt?
  • Welches Content-Management-System (CMS) eignet sich am besten?
  • Aufteilung der Inhalte auf der Seite („Drahtmodell“)
  • Navigation, Inhaltselemente, Tools
  • Benutzerführung durchspielen
  • Schwierigkeiten und Fehlerquellen ermitteln
  • Screendesign Mobil
  • Screendesign Desktop
  • Design der Inhaltselemente
  • bestehendes Corporate Design beachten bzw. weiterentwickeln
  • Form follows function
  • Anlegen von Datenbank(en), evtl. Anlegen von Subdomains
  • Installation CMS
  • Anlegen von Benutzern (Admin, Redakteure)
  • Anlegen von Mitgliedern (Front-End-User)
  • Installation von Erweiterungen (z.B. Back-Up, Sprachschalter)
  • Erstellung von Seitenvorlagen
  • Einbinden und Anpassen von Inhaltselmenten (z.B. Videos, News, Kalender, Bildgalerien, Kontaktformular, Suche, Downlaods)
  • Enfügen der Inhalte
  • Analyse Tools (Piwik, Google Analytics)
  • Suchmaschinenoptimierung (SEO)
  • Migration auf Kundenserver
  • alle Seiten und Elemente testen
  • Test durch ausgewählte User (auch projektfremd)
  • Fehlerkorrektur

© 2017 Daniel Winter